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Auf Los gehts los

Dienstag 19.Mai bis Mittwoch 3.Juni 2026

Lauterbach - Thiessow - Karlshagen - Ueckermünde - Stetin - Mescherin - Schmedt - Oderberg - Mariewerder - Havelbaude - Spandau

Endlich brummt Odin durch die Wellen

Am Dienstagmorgen heißt es: Motor ein und Leinen los. Durch die enge Ausfahrt geht es in den Stadthafen von Lauterbach. Danach gleiten wir entlang der Insel Vilm in den Greifswalder Bodden. Zwischen dem Kleinen und Großen Zicker steuern wir durch die betonnte Fahrrinne mit Untiefen auf beiden Seiten.
Im Fischerhafen von Thiessow ist heute Rügenmarkt. Dort besuchen wir Mo und Paul, um unser Salamilager aufzustocken.
Am Nachmittag setzen wir nach dem vorsichtigen Queren der Fahrrinne die Fahrt Richtung Süden fort und kreuzen die beiden weit draußen verlaufenden russischen Gasleitungen. Bei kleiner Welle schaukeln wir auf dem Peenestrom bis nach Karlshagen. Die Marina wird von Tino vorbildlich gepflegt und verfügt über allen Komfort. Sogar die Fischräucherei hat geöffnet. Mit frischem Lachs und Spargel auf dem Teller ist die Welt in Ordnung.

Das verflixte Bugstrahlruder

Wir bleiben am Mittwoch im Hafen liegen und nutzen die ausgezeichnete Infrastruktur. Mit je sechs 50-Cent-Münzen füttern wir zwei Waschmaschinen und zwei Trockner. In weniger als 30 Minuten ist ein Durchgang erledigt.
Den Rest des Tages verbringen wir damit, die Medikamente zu verstauen und Odin einzuräumen.
Spät am Abend, nach 20.00 Uhr, trifft Malte Baumbauch im Hafen ein. Er bringt uns eine neue Batterie für das Bugstrahlruder. Hoffentlich verbessert sich dadurch die Leistung. Wir werden es in den nächsten Tagen testen.

Im Peenestrom und auf dem Kleinen Stettiner Haff

Ein spezielles Gefühl, wenn man mit einem Segelschiff die Klappbrücken im geschlossenen Zustand passieren kann. Tatsächlich haben wir am Donnerstag nach dem Frühstück den Öffnungsplan der Brücke von Wolgast studiert.
Bei der Zecheriner Brücke passieren wir die geschlossene Durchfahrt mit 4,0 Metern Höhe. Ein Hotelschiff und viele Segler warten auf die Brückenöffnung. Mit Rückenwind verlassen wir den Peenestrom und motoren entlang des Tonnenstrichs durch das Kleine Stettiner Haff. Quer zur Welle und bei 4–5 Beaufort erreichen wir die Zufahrt zum Stadthafen von Ueckermünde.
Im Hafen werden wir oft von Passanten nach Herkunft und Bautyp unseres „Motorbootes“ gefragt. Die meisten kennen die VILM-Boote – allerdings nur als Segelboote mit Masten. Direkt neben dem Rathaus befinden sich die modernen Sanitäranlagen für die Gastlieger. Der freundliche Hafenmeister an der Klappbrücke verkauft uns auch die Kurkarten für den kostenlosen Eintritt in die Museen.

Ueckermünde ist eine Reise wert

Von Zeit zu Zeit müssen wir unseren Proviant mit frischen Lebensmitteln ergänzen. Deshalb marschieren wir am Freitagmorgen zum EDEKA, um Gemüse, Obst, Käse und Fleisch einzukaufen.
Danach spazieren wir am Schloss und an der Kirche vorbei entlang einiger schöner Jugendstilhäuser und suchen uns ein Lokal für das Mittagessen. Ein günstiger Chinese steht dabei in Konkurrenz zum gestrigen Schlemmermenü im Tao Ma, einem japanischen Restaurant.
Beim Besuch des Haffmuseums erhalten wir einen ganz besonderen Service. Weil Vreni beim Spazierengehen immer die Stöcke dabeihat, bietet uns die Kassiererin den Aufzug in den dritten Stock an. Die Treppen im Turm seien unbequem und hätten unregelmäßige Stufenhöhen. Durch die Korridore der geschlossenen Stadtverwaltung erreichen wir mit dem Lift das Dachgeschoss. Ein Verbindungsgang zum Turm macht dies möglich.
Uns erwartet eine bunte Sammlung im Heimatstil mit viel interessantem Bernstein.

Stettin ist laut und dreckig

Immer noch blauer Himmel und ein leichtes Lüftchen erwarten uns am Samstag um 6.00 Uhr. Kurz vor acht laufen wir aus. Das Stettiner Haff ist spiegelglatt. Wasser und Himmel verschmelzen am Horizont.
Beim Einlaufen in die Oder erwartet uns Natur pur. Schilf und große Bäume säumen das Ufer. Zahlreiche Seezeichen an Steuerbord und Backbord markieren die Fahrrinne. Große Frachter holen uns ein und benötigen viel Platz.Krass ist der Übergang zum großen Hafen von Stettin. Industrieanlagen und hohe Kräne stehen links und rechts des Flusses. Erstaunlich sind die vielen kleinen Blechhäuschen, die teilweise liebevoll mit Blumen geschmückt sind.

In der Northeast Marina legen wir an, um uns nach einem freien Platz zu erkundigen. Der Hafen ist voll. Uns bleibt nur ein sehr kurzes Stück am Kopf eines Steges.
Dann geht es los: Keine 50 Meter entfernt steht eine riesige Bühne mit gewaltigen Lautsprechern. Schon beim Soundcheck vibrieren die Wände von Odin. Immerhin erahnen wir am Abend Musik im Stil von Pink Floyd.
Die Flucht ins Stadtzentrum ist nur mit großen Umwegen möglich. Alles ist abgesperrt, weil Tausende Besucher erwartet werden. Leere Flaschen und Abfall säumen unseren Weg.
Auf dem Marktplatz in der Altstadt genießen wir in einem Brauhaus ein feines Nachtessen und kehren erst spät zum Hafen zurück. Ab Mitternacht wird die Lautstärke deutlich reduziert. Trotz 28 Grad Sommerhitze können wir deshalb bald einschlafen.

Stettin von der schönen Seite

Herrlich, diese Ruhe am Sonntag. Endlich ist die Musik mit dem ständigen Bumbum vorbei. Die Bühne und die rund 400 Toi-Toi-WCs werden abgebaut. Ein 50-köpfiges Team ist während 15 Stunden damit beschäftigt. Der Rundweg entlang der Oder ist wieder offen.
Der Wind kühlt die Luft auf angenehme 24 °C. Wir machen uns auf den Weg zu einem Stadtrundgang. Vorbei an der Arche Noa für Seeforschung erreichen wir die Terrasse des schlossartigen Nationalmuseums. Ein weiter Blick über die Oder und den Hafen erwartet uns.

Beim Neubau der Philharmonie konkurriert der alte Backsteinbau mit dem eiszapfenartigen Neubau. Mit einem kühlen Zitronengetränk unterbrechen wir unsere Wanderung am Strassenrand. Durch den Innenhof des Schlosses gelangen wir wieder zum Marktplatz, wo uns ein japanisches Restaurant mit Nudelgerichten verwöhnt.
Zurück auf Odin geniessen wir die letzten Sonnenstrahlen. Der Hafen hat sich geleert. Ruhe ist eingekehrt.

Auf der West Oder

Für die Durchfahrt unter der ersten Brücke müssen wir am Montag sogar den Mast unseres Motorbootes legen. Die maximale Durchfahrtshöhe beträgt 3,40 m. Die Stadt Stettin zieht an uns vorbei und wird nach und nach von grünen Ufern abgelöst. Sogar einen Adler sichten wir. Einige Brücken passieren wir auf der Fahrt nach Mescherin, ohne sie zu zählen.
Längsseits an der Hafenmauer verlangt der Hafenmeister 50 € für ein 12-Meter-Schiff. Er drückt jedoch beide Augen zu und verrechnet nur 10 Meter, sodass wir lediglich 25 € bezahlen müssen – ohne Wasser und Strom. Immerhin gibt es eine WC-Anlage.
Die Natur kämpft sich durch die Betonflächen der schiefen Mole. Dummerweise verlieren wir beim Bocciaspiel eine Kugel. Sie haut zu schnell ab und platscht ins Oderwasser.

Auf der Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstrasse

Am Dienstagmorgen verlassen wir die Westoder und fahren auf die Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstrasse. Auf einer kurvigen Strecke mit vielen Brücken passieren wir Gartz.
Der Hafen von Schwedt ist voll, weshalb wir uns vor Reede legen und warten, bis zwei Motorboote den Hafenkanal verlassen. Arthur und Iliona helfen uns beim Anlegen. Die beiden Basler liegen mit ihrem Wohnboot zwischen den Dalben und sind auf dem Weg von Berlin nach Rostock.
Wir nutzen die Hitze des Tages und trocknen unsere Wäsche an der Wäschespinne auf der Wiese. Es ist wieder 30 °C. Ein Sprung ins 21 °C warme Wasser sorgt für die nötige Abkühlung.
Die Stadtwanderung durch die menschenleere Fussgängerzone birgt keine Geheimnisse. Es ist einfach eine Siedlung mit viel zu breiten Strassen und grossen Alleen

Wir bleiben liegen

Wann war der letzte Regentag? Wir erinnern uns nicht. Der Wind bläst am Mittwoch bei 24 °C heftig durch den Hafen. Wir bleiben liegen. Uns gefällt es hier. Wir erledigen einige Pendenzen. Endlich schneiden wir den neuen Teppich zu und freuen uns über die weiche Matte im Salon. Am Abend schwimmt ein Biber an uns vorbei.

Die Rastplätze sind verfallen

In den Kanalkarten der Kartenwerft sind einige Rastplätze eingezeichnet. Bis auf einen sind jedoch alle unbenutzbar. Deshalb fahren wir am Donnerstag weiter durch grüne Landschaften. Mit lautem Protestgezwitscher und Pfeifen begleiten uns die Vögel. Es ist ruhig auf dem Kanal – kein Verkehr.
Bei der Schleuse Hohensaaten folgt das erste Manöver. Um 80 Zentimeter werden wir sanft angehoben.
Nach mehreren Versuchen erreichen wir endlich den Hafenmeister von Oderberg. Am 1. Steg, innen links, ist genügend Wassertiefe für die Odin vorhanden. Wir legen an einem gemütlichen Ort an. Der Himmel ist strahlend blau, die Temperatur angenehme 23 °C.
Wir liegen am langen Stahlsteg. Das Restaurant öffnet erst um 17 Uhr. Auch vom Hafenmeister fehlt zunächst jede Spur. Vreni verwöhnt uns mit einem feinen Schweinsfilet-Medaillon an Pfeffersauce, während auf dem Kanal grosse Lastschiffe mit einer Länge von bis zu 110 Metern vorbeiziehen. Die Mona Lisa und die Sans Souci, beides Hotelschiffe, sehen wir nicht zum ersten Mal. Sie verkehren wöchentlich zwischen Berlin und Rügen.

Die beiden Schiffshebewerke von Niederfinow

Mit einem Hauch von Morgennebel begrüsst uns der Freitagmorgen. Frische Brötchen stehen für uns bereit – welch ein Luxus!
Über den Oder-Havel-Kanal setzen wir unsere Fahrt in Richtung Berlin fort. Nach einer Stunde erreichen wir das spektakuläre Schiffshebewerk von Niederfinow. Die Hebewerke und Schleusen sind Bestandteil der internationalen Wasserstrasse von Rotterdam bis zur litauischen Hafenstadt Klaipėda.

Das historische Schiffshebewerk wurde im März 1934 in Betrieb genommen. Die Stahlkonstruktion wird von fünf Millionen Nieten zusammengehalten und überwindet einen Höhenunterschied von 36 Metern. Ein riesiger Trog wird mithilfe tonnenschwerer Gegengewichte in die Höhe gehievt. Mit Wasser gefüllt wiegt der Trog, in dem die Schiffe geschleust werden, rund 4'300 Tonnen. Er ist 85 Meter lang und 12 Meter breit. Wir haben diesen Lift bereits vor sieben Jahren benutzt und die eiffelturmartige Konstruktion bestaunt.
In das neue Schiffshebewerk passen Kähne mit einer Länge von bis zu 110 Metern. Der grössere Trog wiegt 9'850 Tonnen. Der Neubau kostete rund 500 Millionen Euro. Die Grundsteinlegung erfolgte 2009. Nach 14-jähriger Bauzeit wurde die Stahlbetonkonstruktion am 5. Oktober 2023 offiziell für den Verkehr freigegeben.
Fast 90 Jahre alt ist das historische Schiffshebewerk, das als Meisterstück der Ingenieurskunst gilt und seinerzeit deutlich schneller – nämlich innerhalb von nur sieben Jahren – errichtet wurde.
Nach kurzer Wartezeit leuchtet das grüne Einfahrtsignal. Gemeinsam mit einem kleinen Ausflugsschiff werden wir im beinahe leeren Trog nach oben gefahren. Lautlos sinkt die Landschaft um uns herum in die Tiefe. Nach 15 Minuten öffnet sich das obere Tor. Wir können unsere Fahrt fortsetzen und erreichen am Nachmittag die Marina Marienwerder. 

Nach telefonischer Anmeldung wurde uns Platz Nummer 2 reserviert. Ein schöner kleiner Hafen mit einer geschäftigen Hafenmeisterin.
Vor sieben Jahren haben wir hier unseren Bugstrahlruder-Propeller verloren. Ein freundlicher Taucher suchte lange danach, fand jedoch keine Spur im Schlick.
Mit einem kühlen Bier ertragen wir die Hitze von 30 °C und geniessen am Abend ein feines Spargelragout mit einer Scheibe Marlin beziehungsweise Nudeln mit gehacktem Hirsch und pikanter Sauce. Als Vorspeise gibt es einen Gurkensalat mit Seetang und Erdnüssen.

Kleine Revisionen

Eigentlich gefällt es uns im ruhigen Hafen von Marienwerder mit der charmanten Hafenmeisterin ganz gut. Auch am Samstag liegen frische Brötchen für uns bereit. Wer sollte uns daran hindern, einen weiteren Tag hier zu verbringen?
Mit einer kompletten Zerlegung und reichlich Fett versuchen wir, das extreme Quietschen unserer WC-Pumpe zu beseitigen. Auch Ruderkoker und Welle werden gründlich geschmiert. Daneben beschäftigen uns Waschmaschine und Trockner: Für jeweils eine Ladung benötigen sie fast sieben Stunden. Nach dem Erledigen der Post, dem Ausführen von Zahlungen, dem Putzen und dem Einrichten der Gästekabine ist es schon wieder Abend.

Lithium-Erweiterungsbatterie – BOS LE300

Seit einigen Tagen sind wir ohne Landstrom unterwegs. Dabei testen wir unser neues Batteriesystem, das im vergangenen Winter erweitert wurde.In reinen Blei-Systemen versagen Batterien häufig bereits nach ein bis drei Jahren, da sie durch den Dauerbetrieb bei niedrigem Ladezustand geschädigt werden.
Mit dem LE-System wird der Bleiakku stets vollständig geladen, während der zyklenfeste Lithiumakku die Hauptarbeit übernimmt. Die Bleibatterie dient dabei als Reserve. Sie wird mit höherer Priorität über Ladegerät oder Solaranlage geladen, während der Lithiumakku die überschüssige Energie aufnimmt.
Die eingebauten sechs 12-Volt-Lithium-Erweiterungsbatterien verfügen pro Modul über eine Kapazität von 358 Wh beziehungsweise 28 Ah, wovon 25,2 Ah nutzbar sind. Sie ergänzen die beiden bestehenden Bleibatterien mit je 100 Ah Kapazität, von denen jeweils rund 30 Ah nutzbar sind. Insgesamt stehen uns damit etwa 210 Ah nutzbare Kapazität zur Verfügung.
Die Versprechungen unseres Elektrikers wurden bisher vollumfänglich erfüllt.

Mir machäts no mal

«Ihr seid ja verrückt», antwortet die Hafenmeisterin am Sonntagmorgen, nachdem wir unseren Hafenplatz um einen weiteren Tag verlängern. Wir haben Zeit. Uns gefällt es hier.
Die Hafengebühr wird jeden Tag günstiger. Für einen Ausflug zum See stellt sie uns kostenlos zwei Fahrräder zur Verfügung. Durch grüne Wälder radeln wir bis zum Schleusensee und geniessen das angenehme Wetter sowie die klare Sicht.
Über Mittag geniessen wir ein weiteres ausgezeichnetes Menü in der nahen Beiz: Spargelsalat mit Erdbeeren sowie Matjes mit Bratkartoffeln, Speck und Bohnensalat. So richtig deftig norddeutsch.
Es ist ruhig im Hafen. Die meisten Plätze liegen leer. Neben uns hat ein irischer Fischkutter Marke Eigenbau angelegt. Der 91-jährige Kapitän hat das ganze Schiff selbst ausgebaut. Das Mahagoni strahlt, und die Blattgoldbeschriftung leuchtet.

Schleuseneinfahrt ohne Warten

Am Montag verabschieden wir uns herzlich vom Hafen in Marienwerder. Entlang der grünen Ufer tuckern wir mit 3,6 Knoten hinter einem Lastkahn mit Alteisen her. Am Ufer blühen gelbe Lilien. Nach einer Stunde überholen wir den Kahn auf dem schnurgeraden Oder-Havel-Kanal. Die Bugwelle macht uns trotz Vollgas bei 3'000 Touren etwas zu schaffen.
Die Schleuse Lehnitz zeigt Grün. Wir können direkt und ohne Wartezeit einfahren und werden 4,80 Meter abgesenkt. Für die Ausfahrt wird das Schleusentor nach oben gezogen. Bei der Durchfahrt werden wir auf der Odin geduscht – vom Tor tropft reichlich Wasser herunter.

Ist Oranienburg verwahrlost?

Bei Oranienburg folgen wir ein kurzes Stück dem Lauf der Havel. Unter unserem Kiel bleiben stellenweise nur noch null Zentimeter Wasser. Die schöne Anlegestelle beim Schloss ist mit schrottreifen Schiffen besetzt. Gästeplätze gibt es keine mehr. Deshalb drehen wir um und fahren weiter nach Süden.
Die Marina Havelbaude bietet schöne Längsplätze. Wir drehen um 180 Grad und legen am Aussensteg an. Kaum festgemacht, kommt die Silmar aus Berlin angefahren. Silvia und Marcel legen direkt hinter uns an. Welch ein Zufall, dass wir uns hier treffen!
Zum «Happy Landing» setzen wir uns beim Italiener in den Schatten. Es gibt viel zu erzählen. Natürlich möchten wir auch die Kochkünste des Wirts kennenlernen. Am Abend gibt es Champignons mit Spinat und Gorgonzola sowie Ravioli mit Crevetten an einer sämigen Tomatensauce.

Ein richtiger Ossi?

Am Dienstagmorgen fahren Silvia und Marcel mit dem Zug zurück nach Hause. Wir legen ab und folgen dem Lauf der Havel über den Nieder Neuendorfer See nach Spandau.
Auf Tipp von Marcel legen wir bei TSW Yachtshop an. In einem Gartenhaus lagern tausend Dinge, die Bootsfahrer immer wieder brauchen können. Leider will der Händler von unserer Bestellung nichts wissen. Für diese Woche habe er bereits alles bestellt und werde erst nächste Woche wieder bestellen. Ausserdem empfiehlt er uns, die Bestellung doch über den Altstadthafen aufzugeben. Dafür habe er keine Zeit. Ein richtiger Ossi?
Durch lange Seen mit zahlreichen Segelbooten fahren wir weiter. Nach zwei Brücken erreichen wir unser Ziel, den Altstadthafen von Spandau. Der Hafenmeister weist uns den Platz der Silmar zu. Es ist unerträglich heiss – 26 Grad im Schatten.

Wir haben eine Tropfsteinhöhle

Am Mittwochmorgen werden wir von einem Tropfgeräusch geweckt. Der Regen findet seinen Weg durch das Holz bis auf unsere Schultern. In der Heckkabine ist der Schlafsack tropfnass. Im Schwalbennest füllen wir innerhalb kurzer Zeit eine Schale mit Regenwasser. Im Steuerhaus richten wir einen provisorischen Trockenraum ein. Mit unserem Heizlüfter werden Bettzeug und die nasse Wäsche innerhalb weniger Stunden wieder trocken.
Mit den Voi-Elektrorollern flitze ich durch die Gassen und erledige den Gang zur Post sowie den Kauf von Stricknadeln für Vreni. Über Mittag verzehren wir die Reste: Teigwaren mit Ei, Zucchini und Peperoni. Dann gehts ab nach Dresden.

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Kommentare: 5
  • #1

    Otto (Mittwoch, 10 Juni 2026 08:20)

    ganz herzlichen Dank für den eindrucksvollen Reisebericht und die hervorragenden Bilder. Wir wünschen euch weiterhin eine ereignisreiche und pechlose Rundreise. Grüsse aus dem 13 grädigen und verregneten Steinhausen
    Otto im Café und Yoyo in der Physio

  • #2

    Carlo Schudel (Mittwoch, 10 Juni 2026 09:28)

    Liebe Vreni, lieber Smiss, ihr habt ja hier ungewöhnlich spannende und tolle Erlebnissen. Danke dass wir auch etwas teilhaben dürfen. Eine weitere gute Fahrt!
    Carlo & Doris Schudel

  • #3

    Andreas Nussbaum (Donnerstag, 11 Juni 2026 09:50)

    Eindrückliche Bilder, und auch der interessante Reisebericht.
    Die Vorfreude auf Ende August ist gross.
    Machets guet.
    Res

  • #4

    Susanna und Pit Gloor (Donnerstag, 11 Juni 2026 13:51)

    Vielen Dank für den tollen Bericht! Toll was ihr alles unternehmt. Bin sehr froh, dass wir im Norden angenehm kühl haben. Wir wünschen euch einen spannenden Sommer und vielleicht wieder mal uf widerluege � kram supi �

  • #5

    Doris Wessel (Freitag, 12 Juni 2026 21:54)

    Hallo ihr Lieben
    Das liest sich super - ihr seid das 5. Schiff das Probleme mit dem Bugstrahlruder hat von dem wir mitbekommen haben.
    Wir haben auch eine neue Batterie für unseren Bowprop - vielleicht war der Winter zu kalt.

    Liebe Grüße an alle
    Doris und Bernd